Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr

Alle zwei Jahre veranstaltet die Jugendfeuerwehr einen Berufsfeuerwehrtag. Hier erleben die Jugendlichen einen Tag ganz wie ein Berufsfeuerwehrmann mit Übungen, Einsätzen und Übernachtung im Gerätehaus.

 

Die Jugendlichen stellen bei der 24h-Übung alle Funktionen, also auch Einsatzleiter und Gruppenführer bei den Einsätzen. Dies führt zwar nicht zu perfekten Einsätzen aber die Jugendlichen erhalten so die Möglichkeit die Einsätze selbst zu planen und alle benötigten Gerätschaften auch einzusetzen. Natürlich halfen in so manchen Situationen die Jugendwarte mit ein paar Tipps weiter.

 

Am vergangenen Samstag begann der Dienst mit der Schichteinteilung. Hier wurden die Verhaltensregeln ausgegeben, die Einsatzkleidung überprüft und die Fahrzeuge übergeben und alle Geräte auf Funktion überprüft. Es stand zuerst ein Übungsabschnitt zur Jugendflamme auf dem extra für diesen Tag erstellten Dienstplan. Doch bereits um 10:30 Uhr wurden die Jugendlichen zum ersten Einsatz alarmiert, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Ein Pkw war von der Straße abgekommen und einen Hang heruntergerutscht, nachdem der PKW gesichert war wurden die Türen des Fahrzeugs mit hydraulischen Rettungsgeräten entfernt und die beiden Fahrzeuginsassen gerettet.

Nach dem Mittagessen, Spaghetti Bolognese, stand theoretischer Unterricht zum Thema Gefahrgut auf dem Dienstplan. Wie es der Zufall will erfolgte noch während des Vortrages die nächste Alarmierung „Gefahrgutunfall.“  Auf Grund einer nicht eindeutigen Ortsangabe fuhren die Fahrzeuge zuerst eine falsche Hofstelle an, was dann aber dem Einsatzleiter genügend Zeit verschaffte für eine Erkundung und Bestimmung des ausgetretenen Stoffes. Die Lage stellt sich wie folgt dar, ein auf einem Anhänger verladener IBC-Behälter mit Kerosin hatte Leck geschlagen und ein Arbeiter wurde im Gefahrenbereich ohnmächtig. Die Jugendlichen sperrten die Einsatzstelle ab, stellten den Brandschutz sicher und retteten den verunfallten Arbeiter. Anschließend wurde noch die Leckage am Transportbehälter gestoppt.

Nachdem der abrupt beendete Theorieteil noch abgeschlossen wurde, hatten die Jugendlichen Freizeit. Doch diese währte nur ca. eine Stunde, „Vollalarm Brand, Rauchentwicklung in Schreinerei“ so das Alarmstichwort.  Beim Eintreffen des Löschzuges der Jugendfeuerwehr drang dichter Rauch aus dem Bürogebäude, eine Person hatte sich aufs Dach geflüchtet.  Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht zur Personenrettung, auf einem offenen Gewässer wurde eine Wasserversorgung hergestellt, während mehrere Trupps das Gebäude absuchten und alle vermissten Personen aus dem Bürogebäude und der Werkstatt retten konnten. Im Anschluss wurde der Brand mit mehreren Rohren und dem Wenderohr der Drehleiter bekämpft.

Wieder im Gerätehaus angekommen, hatten die Jugendlichen etwas Erholung nötig. Daher gab es eine kleine Pause gefolgt vom Abendessen.  Der anschließende Teil des Abends war dann Freizeit für die Jugendlichen, es wurden Spiele gespielt und Filme geschaut.  Gegen Mitternacht schrillte erneut die Alarmglocke, „Waldarbeiter vermisst“, kurz darauf rückten 5 Fahrzeuge zum gemeldeten Waldstück zwischen Edelbeuren und Gutenzell aus. Die jungen Einsatzkräfte bildeten eine Kette und suchten systematisch das Waldstück ab

Nach einer für einige sehr kurzen Nacht schrillte um 6:00 Uhr zum fünften und letzten Mal die Alarmglocke, „Automatischer Brandmeldealarm Liebherr Logistics Oberopfingen“ so das Einsatzstichwort. Vor Ort stellte sich dies jedoch als Fehlalarm heraus, so dass der Löschzug sofort wieder einrücken konnte und alle nochmal eine Mütze voll Schlaf abbekamen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, wurden die Fahrzeuge komplett gereinigt und die Ausrüstung überprüft. Sichtlich gezeichnet von den  vergangenen 24 Stunden wurden die Jugendlichen dann entlassen.

 Es war für alle Beteiligten ein interessanter und lehrreicher Tag, welcher sicher in zwei Jahren wieder auf dem Dienstplan zu finden sein wird.
 
Zum Schluss möchten wir uns bei den Kameraden der Einsatzabteilung für die Vorbereitung der Einsätze und die Mithilfe ganz herzlich bedanken! Ebenso bei der Fa. Küchle, Zimmerei und Blockhausbau in Kirchberg und der Fa. Liebherr Logistics!