Großbrand historischer Gebäude

Trotz der Schlagkraft und guten gerätemäßigen Ausstat­tung fielen in den 30iger und 40iger Jahren zwei ge­schichtlich interessante und bedeutsame Bauten den Flammen zum Opfer.
Am 31. Oktober 1936 brannte der „schwarze Zehentsta­del" nieder. Er stand in der Ecke KeIImünzer Straße /Ober­dettinger Weg, wo heute das Anwesen Huber-Föhr steht. Eine massive, mit mächtigen Bohlen erbaute Scheuer, de­ren Feuerröte angeblich bis nach Ulm leuchtete. In ihr wurde der Zehent, die Naturalabgabe an den Lehensherrn, gespeichert.
Am 13. September 1945 brannte das Schloss Erolzheim bis auf die Außenmauern nieder. Es diente zu der Zeit in sei­nem Haupttrakt der französischen Besatzungsmacht. Max Engelhardt von Kienlin, ein Enkel des damaligen Be­sitzers, überließ uns hierzu seine schriftlichen Erinnerun­gen an jene Tage. Das Schloss diente über Jahrhunderte als Stammsitz den Herren von Erolzheim, erlebte Glanz und Untergang von Geschlechtern und wurde mit zum Wahrzeichen des Ortes.
Mit diesem letzten einmalig bedeutsamen Brandeinsatz beendete auch Kommandant Veit seine beinahe 20jährige Dienstzeit als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Erolzheim.

Bild: Die Feuerwehr Erolzheim Anfang der 30er Jahre