Auslandzeltlager der Jugendfeuerwehr

Ein Zeltlager der besonderen Art führte uns dieses Jahr in die Schweiz!

Da es vor vielen Jahren der Traum der „Altjugendwarte“ war, ein Zeltlager im Ausland abzuhalten, sie aber nie die Mittel dazu hatten, wurde dieser Traum dieses Jahr mit vereinten Kräften Wirklichkeit. Durch den Anstoß und die Mithilfe von unseren zwei Jugendwartveteranen Manne und Hans-Peter konnten wir die Planung vor einem halben Jahr aufnehmen. Im Vorfeld wurde der Zeltplatz an einem Samstag besucht und Rücksprache mit der lokalen Feuerwehr und der Kommune abgehalten. Transport, Maut, Verpflegung, Toiletten, Wetter und Programm…. Diese Probleme galt es zu lösen. In unserer extra gegründeten Gruppe arbeiteten wir diese Punkte ab und freuten uns auf den Tag der Abreise.
Am Donnerstag um 9:00 ging es los mit dem beladen der Fahrzeuge. Unser Gerätewagen Transport (GW-T) wurde gleich auf seine Belastbarkeit geprüft. Um ca. 11:00 konnten wir dann unsere 400 km lange Reise gen Lago Maggiore antreten. Auf der Strecke, die nicht selten auf 1600m Höhe durch enge Bergdörfer führte, kam auch der Fahrer des 7,5 Tonners teilweise ins Schwitzen. Da jedoch nichts und niemand die Jugendfeuerwehr Erolzheim aufhalten konnte, kamen wir am Donnerstag am späten Nachmittag im malerischen Dörfchen Bosco Gurin an. In der kleinen Bäckerei dort wurden sofort für die folgenden Tage Unmengen an Wecken geordert, um die hungrige Horde zu versorgen. Die 3 Zelte wurden aufgebaut, die Feuerstelle gegraben und das hochprofessionell gebaute „Naturklo“ ausgehoben. Spüldienst und Nachtwachen wurden eingeteilt und danach ließen die Jungs und Mädels den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Am Freitagmorgen fuhren wir nach dem Frühstück eine Stunde an den Lago Maggiore, wo wir die Berufsfeuerwehr von Locarno besichtigen durften. Da auch die Feuerwehrleute in diesem Eck der Welt leider Italienisch sprechen und wenig oberschwäbisches an sich haben musste ein Dolmetscher her. Hierzu gesellten sich unser Manne, der dort zufällig Urlaub machte, und sein ehemaliger Arbeitskollege Conrad Lienhart, der dort Zuhause ist, zu uns. Der erste Offizier der Wehr führte uns herum und beantwortete alle Fragen, die die Erolzheimer Wehrmänner hatten. An dieser Stelle an herzliches Danke an Conrad. Anschließend ging es in die Stadt zum Essen und an den See zum Baden. Die Idylle am schönen Fluss Delta erschien uns perfekt für eine Schlammschlacht, so dass auch die anderen Badegäste auf ihre Kosten kamen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Berge und so machten wir uns auf, die auf 2100m hoch gelegene Grossalp zu besuchen. Die 3 stündige Wandertour endete mit einer Naturrutsche, die von den Jugendlichen entdeckt wurde. Im kalten Wasser eines Gebirgsbaches verbrachen sie noch eine lustige halbe Stunde, bevor der ein oder andere bemerkte, dass der Inhalt der Engelbert Strauss Hosen vielleicht doch nicht wasserfest ist. Wieder im Lager angekommen wurde die Wäsche aufgehängt und der Tag mit Spielen und Standard Zeltlagerblödsinn verbracht. Da dieses Jahr ganz zum enttäuschen der Wachsamen Kids keiner kam, um den Wimpel zu klauen, mussten eben die 2 von 3 Jugendwarten herhalten fürs alljährliche Kräfte messen. Der Dritte Jugendwart übernahm in dieser Zeit die Rolle des Sanitäters, die auch nötig war.

Sonntag wurden die Zelte abgebaut und alles verladen. Nach einer traditionellen Einkehr im Restaurant zum goldenen M kamen alle wohlbehalten, aber erschöpft in der Heimat an. Dieses Zeltlager war für uns etwas ganz Besonderes und wird uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.

An dieser Stelle möchte sich die Jugendfeuerwehr nochmals ganz herzlich bei der Fa. Seitz Haustechnik für die großzügige Spende bedanken. Ebenfalls ein großes Dankeschön an Manne, der mit seinen Kontakten die Verbindung in die Schweiz hergestellt hatte und auch bei der Organisation mit tätig war.